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Das Magazin des Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels

LIB-Generaldirektor Prof. Dr. Dr. h.c. Bernhard Misof (Mitte) zusammen mit seinen Stellvertretenden Prof. Dr. Mariella Herberstein und Prof. Dr. Christoph Scherber

Liebe Leserinnen und Leser,

vor fünf Jahren hat das Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) seinen Platz auf der Landkarte der Forschungsmuseen eingenommen. Fünf Jahre, in denen das Museum Koenig Bonn und das Museum der Natur Hamburg zu einem gemeinsamen Forschungsmuseum zusammengewachsen sind - mit ihren Menschen, ihren Sammlungen, Forschungsprojekten und Vermittlungsprogrammen. Fünf Jahre auch, in denen wir ein Netzwerk mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft aufgebaut haben. Uns alle verbindet das Ziel, den Biodiversitätswandel auf Basis unterschiedlicher Perspektiven besser zu verstehen, Wissen ins Handeln zu bringen und Lösungen für eine nachhaltige Zukunft zu entwickeln.
 

Als LIB sehen wir unseren gesellschaftlichen Auftrag darin, Wissen zu schaffen und mit allen Menschen zu teilen. Dieser Anspruch prägt auch unser Leitbild, das wir in einem partizipativen Prozess mit unseren Mitarbeitenden entwickelt haben. Unsere Leidenschaft für die Natur ist dabei der Antrieb für die Zusammenarbeit mit Menschen über Fach- und Ländergrenzen hinweg.
Unser Netzwerk wächst. Und mit ihm die Möglichkeiten, gemeinsam etwas zu bewegen. „Zusammen“ ist daher mehr als ein Wort. Es beschreibt den Kern unseres Handelns – und ist das Leitmotiv dieses LIB-Magazins. Es steht für Kooperation, für Austausch und für die Überzeugung, dass wir die großen Fragen des Biodiversitätswandels nur gemeinsam beantworten können – um die Vielfalt des Lebens für kommende Generationen zu bewahren.
Wir laden Sie ein, Teil dieses Netzwerks und unseres lebendigen, wachsenden Forschungsmuseums zu sein. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen Zukunft zu gestalten und zu inspirieren.

Ihr Prof. Dr. Bernhard Misof
Generaldirektor LIB

Inhalt

Alle Artikel

Was uns der Ozean erzählt 

Lautlose Jäger, winzige Krebstiere und genetische Frühwarnsysteme: Drei Forscherinnen am LIB kämpfen für mehr Biodiversität in unseren Meeren und zeigen, warum das auch für unser Leben an Land entscheidend ist.

Die Sammlung eines Lebens

Fast drei Jahrzehnte sammelte der renommierte Evolutionsbiologe Dr. Christoph Schubart Krebstiere in 85 Ländern. Nach seinem plötzlichen Tod findet seine bedeutende Sammlung im LIB eine neue Heimat: in Hamburg im Crustacea-Archiv und in Bonn in der Biobank. Über den Umzug eines wissenschaftlichen Lebenswerks und über einen Sammler, der in der ganzen Welt zu Hause war.

Zeitkapseln aus dem Kosmos

Was hat ein Gesteinsbrocken aus dem All mit der Artenvielfalt auf der Erde zu tun? Eine ganze Menge, sagt Dr. Stefan Peters. Der Geologe erklärt, warum Meteoriten wie Zeitkapseln wirken und was sie uns über die Entstehung der Erde lehren.

Wo sich Gegenwart und Erdgeschichte berühren

Spinnenforscher Dr. Danilo Harms und Paläontologe Dr. Ulrich Kotthoff arbeiten dort zusammen, wo Gegenwart und Erdgeschichte sich berühren: im Bernstein. Sie vergleichen Spinnentiere von heute mit Inklusen aus uralten Wäldern und fragen, was Europas Fauna vor 50 Millionen Jahren über den Biodiversitätswandel von heute verrät.

Natürliche Vielfalt

Gleichgeschlechtliche Pinguin-Eltern, dominante Clownfisch-Weibchen und eine Schnecke, die zwei Geschlechter besitzt: Ein offener Blick in die Natur zeigt, dass Vielfalt die Norm ist. Wie Darwins traditionelle Weltsicht die Biologie dennoch bis heute prägt und warum queere Perspektiven die Biodiversitätsforschung bereichern.

Global forschen, lokal wirken

In Ecuador und Madagaskar arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des LIB zusammen mit Forschenden vor Ort daran, die biologische Vielfalt zu verstehen und zu erhalten: Das tun sie in Projekten, die bedrohte Arten schützen und Menschen vor Ort ausbilden, auf Studierendenexkursionen, bei denen Wissen geteilt und gemeinsam geforscht wird und in einem Wissenschaftszentrum, das Forschungskapazitäten schafft. Ein Blick auf drei Kooperationen an den größten Biodiversitäts-Hotspots der Welt.

One Health, One Future: Für eine gesunde Zukunft

Ein unscheinbares Vogelpräparat in unserer naturkundlichen Sammlung bewahrt mehr, als man vermutet. In seinem Gewebe können Erreger überdauern, die heute noch Erkrankungen verursachen. Dazu gehören Influenzaviren, Auslöser der Grippe. Verändern sie sich und springen auf Menschen über, kann aus einer einzelnen Infektion eine Pandemie entstehen.

Daten für mehr Artenvielfalt

Neue Monitoringsysteme können Landwirtinnen und Landwirten helfen, ihr Engagement für mehr Artenvielfalt sichtbar zu machen – auch gegenüber der Politik. Forschende des LIB entwickeln sie in verschiedenen Projekten. Und tragen damit auch dazu bei, die Vergabe von Fördergeldern auf ein neues Fundament zu stellen. Für die Landwirtinnen und Landwirte geht es um viel Geld.

Kunst trifft Biodiversität

Mitten in der Stadt schwebt ein Rotkehlchen über eine bunte Blumenwiese. Für alle sichtbar breitet sich das Graffiti über einer Hausfassade aus. Das Mural verbindet Kunst mit Wissenschaft und zeigt: Natur ist kostbar, wunderschön und schützenswert. Der Verein InUrFaCE e.V. hat Forschende des LIB mit international bekannten Urban-Art-Künstlerinnen und Künstlern zusammengebracht. In einem Workshop sind verschiedene Motive entstanden, die Street-Artists an den beiden Standorten des LIB, in Bonn und Hamburg, auf die Straße gebracht haben. 

Die Gesellschaft im Blick

Mit der ersten sozialwissenschaftlichen Professur an einem deutschen Naturkundemuseum erweitert das LIB seinen Blick: Es verbindet Biodiversitätsforschung mit der Analyse gesellschaftlicher Veränderungen. Im Gespräch erläutern LIB-Generaldirektor Prof. Dr. Dr. h.c. Bernhard Misof und Prof. Dr. Simone Rödder, Leiterin Wissenstransfer am LIB, wie sich das LIB neu positioniert – als Forschungsinstitution zur Analyse von Biodiversität in Lebensräumen und zugleich als Ort des gesellschaftlichen Dialogs über unsere Beziehung zur Natur.

Ein neues Naturkundemuseum für Hamburg

Hamburg bekommt ein neues Naturkundemuseum. Fest verankert im Stadtbild, soll es ein Ort des Wissens und der Begegnung werden. Damit würde eine Lücke in der Hamburger Museumslandschaft geschlossen, die 1943 im Zweiten Weltkrieg mit der Zerstörung des bedeutenden Naturhistorischen Museums entstanden ist. Der futuristische Elbtower könnte die neue Heimat werden. 

Die G.O.A.T.-Gang gestaltet die Zukunft

Von Jugendlichen für Jugendliche: In co-kreativen Workshops entstanden im vergangenen Jahr innovative Formate für unsere digitale Lernplattform „Natur Entdecken Online“ (NEO) zu Regenwald und nachhaltigem Konsum und Ideen für Museumsaktionen. Das Ziel des Projekts des LIB und der Alexander-Koenig-Gesellschaft: echte Mitbestimmung. Die teilnehmenden Jugendlichen haben einen Fluchthintergrund und leben erst seit wenigen Jahren in Deutschland. Leo, Delicia und Kavin berichten von ihren Erlebnissen zwischen Palmöl-Checks, Videodrehs und neuen Freundschaften.

Wissen in Bewegung

Vor 340 Jahren kam ein Narwal nach Hamburg – und mit ihm eine Geschichte, die wir lange für abgeschlossen hielten. Doch manchmal genügt eine neue Methode, ein neuer Blick, um ein altes Gewissheitspuzzle neu zu legen. Dann zeigt sich: Wissen ist selten ein letztes Wort.

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